Wieder angesagt: Begonien

Begonien strahlen oft in den intensivsten Farbtönen. Nicht nur mit deren Blüten, sondern auch mit deren Blättern. Blattbegonien bieten zusätzlich tolle samtige Blätter mit Mustern in Silber, Pink, Burgunderrot oder mit den verschiedensten grünen Strukturierungen. Jedes Mal, wenn das Licht die Seite wechselt, erscheinen auch die Blätter in anderen Farbtönen.

Bei der Begonie handelt es sich um eine sehr umfangreiche Pflanzengattung. Derzeit zählt man circa 1.800 Arten zu den sogenannten Schiefblattgewächsen. Bevor die Begonie als ideale Zimmerpflanze in Erscheinung trat, fand man sie hauptsächlich in warmen, feuchten Waldgebieten in Neuguinea, Südafrika und den Anden.

In der Blumensymbolik steht die Begonie für Wachsamkeit, eine klare Sprache und ein leichteres Leben. Sie wird üblicherweise verschenkt, wenn man sich für einen Gefallen bedankt. Diese Bedeutungen stammen von ihrer Assoziation mit ihrem Namenspatron Michel Bégon, einem französischen Diplomaten des 17. Jahrhunderts. 1690 benannte der französische Botaniker und Mönch Charles Plumier die Begonie nach ihm.

Begonien sind sehr pflegeleichte Pflanzen. Bieten Sie ihnen einen hellen bis halbschattigen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung und einen lockeren, nährstoffreichen, warmen Boden. Dann können Sie sich auch immer wieder an vielen wundervollen Blüten erfreuen.

In ihrer Wachstumsphase im Sommer ist eine Düngung sinnvoll. Halten Sie die Blattschmuckpflanzen bei ca. 20°C gut feucht. Die Pflanzen sollten immer eine gewisse Grundfeuchte haben, Staunässe sollte aber ebenso vermieden werden.

Begonien sind allesamt nicht winterhart und die meisten Sorten frieren bereits bei niedrigen Plustemperaturen. Überwintern Sie die Pflanze daher bei einer Umgebungstemperatur von mindestens 10°C. Je wärmer der Standort ist, desto heller sollte er auch sein – aufs Verhältnis kommt es an!

Begoniensamen sind übrigens viel Geld wert. Der Preis für ein Gramm Begoniensaatgut ist sogar höher als der Preis für ein Gramm Gold. Das liegt daran, dass die Samen sehr klein sind, so groß wie ein Staubkorn. 30 Gramm Begoniensaatgut enthalten mehr als 2 Millionen Samen.

Im Folgenden möchten wir Ihnen drei außergewöhnliche Arten schmackhaft beschreiben!

Begonia maculata wightii

Die Polkadot- oder Forellen-Begonie stand ganz vorne in der Reihe, als die auffälligen Merkmale verteilt wurden. Farbe allein reicht dieser Pflanze nicht aus: Hier kommen noch auffällig geformte Blätter und silberne Punkte hinzu. Sie sieht zauberhaft auf einem Schreibtisch oder niedrigem Couchtisch aus. Man muss nur aufpassen, dass ihre Schönheit einen nicht zu sehr ablenkt.

Die Forellenbegonie ist eine außergewöhnliche Zimmerpflanze und ein ‚Eyecatcher‘ auf jedem Fensterbrett. Bieten Sie der Begonia maculata einen hellen und luftigen Standort und Sie kann zum absoluten Dauerblüher in Ihrer Wohnung werden.

Ihre weißen Blüten erscheinen in großer Zahl und erfreuen das Herz. Doch die Blattschmuckpflanze bezaubert Sie auch ohne Blüten. Die Blätter der Begonie sind fantastisch gefärbt. An der Außenseite sind diese saftig grün mit weißen Punkten. Passend dazu bildet die intensiv rote Innenseite der Blätter einen wundervollen Kontrast und die Ohs und Ahs der Betrachter sind Ihnen sicher.

Die Polkadot-Begonie ist eine Rarität aus Brasilien und mag es gern das ganze Jahr über warm. Während des Wachstums im Sommer bei ca. 20°C feucht halten und ausreichend düngen. Im Winter nicht unter 15 Grad halten. Die Pflanze sollte immer eine gewisse Grundfeuchte haben, lassen Sie hierfür ein klein wenig Wasser im Untersetzer stehen, aber gerade nur so viel, dass Sie Staunässe vermeiden.

Begonia luxurians

Die sogenannte „Palmblättrige Begonie“ ist ebenso eine sehr schöne und raumfüllende Zimmerpflanze. Sie beeindruckt mit ihren fantastisch großen und tief geschlitzten, rotadrigen gefiederten Blättern. Diese benötigen durchaus etwas Platz um sich so wundervoll zu entfalten. Dieses Schiefblatt ist eine sehr dekorative Blattschmuckpflanze und kann eine Höhe von gut 75 cm erreichen. Eine Zierpflanze, die ihren Namen alle Ehre macht.

Begonia masoniana ‚Iron Cross‘

Die Begonia „Iron Cross“ ist eine Bereicherung Ihres gemütlichen Zimmerdschungels. Sie besitzt eine einzigartige Blattzeichnung. Jedes der stark strukturierten, behaarten, hellgrünen Blätter bildet in seiner Mitte eine dunkelbraune Musterung aus, welche stark an die Form eines eisernen Kreuzes erinnert. Dieses Symbol wurde damals in den Kreuzzügen getragen.

Es ist auch bei dieser Art nicht untypisch, dass sie bei uns in der Ruhezeit einige Blätter abwirft. Es ist einfach eine lichtarme Zeit. Sie sollte daher in dieser Zeit so hell als möglich stehen und in dieser Zeit auch weniger gegossen werden.

Dankbare Dauerblüher: Elatior-Begonien

Blütenbegonien gehören zu den beliebtesten Marktpflanzen des Winterhalbjahres bis weit in den Frühling hinein. Sie sind unschlagbar sympathische Mitbewohner und blühen je nach Kultur und Rückschnitt das ganze Jahr hindurch. Sie wollen im Gegenzug eigentlich nicht mehr als einen hübschen Ort zum Verweilen, Wasser und hin und wieder etwas Gärtnerdünger.

Leider wird ihnen diese Genügsamkeit oft nicht gedankt, denn viele der Begonien landen nach der ersten Blüte im Winter mir nichts, dir nichts auf dem Kompost. Doch die Pflanze ist mehrjährig und bringt nach einem Rückschnitt auch im nächsten Jahr wieder zahlreiche Blüten hervor.

Ihre Haltbarkeit im Zimmer hängt vor allem von einem kühlen, luftfeuchten Standort ohne Sonne und gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit ab. Im voll beheizten Zimmer ist ein rasches Abfallen von Blüten, Blütenknospen und Blättern vor allem im Herbst/Winter unvermeidlich. Deshalb raten wir diese Arten erst ab Februar zu erwerben.

Als eine Gruppe von Hybriden sind Elatior-Begonien eigentlich keine richtige Art. Vier Begonien-Arten sind die Vorfahren der Elatior-Begonien: Begonia socotrana, Begonia veitchii, Begonia boliviensis und Begonia rosaeflora. Jede der vier hat etwas von sich in der Elatior-Begonie verewigt. Mal ist dieses Stück größer, mal kleiner, denn nicht jede Elatior-Begonien-Sorte wurde zu gleichen Anteilen aus diesen Ursprungsarten gezüchtet.

Gemeinsam ist den Elatior-Begonien jedoch, dass sie wunderschön blühen. Die Blüten in den verschiedensten Farben wachsen traubig angeordnet beieinander. Insgesamt werden die Pflanzen bis zu 40 Zentimeter groß, haben also meist einen recht kompakten Wuchs.