„Vitaminbombe“ Feige auch bei uns!

Warum wir beim Thema „Winterharte Feigen“ sehr optimistisch sind? Ganz einfach, weil es diese schon immer gegeben hat. Immer wieder hören wir zudem von reicher Ernte unserer Kunden und erfährt es, wenn man‘s selber ausprobiert hat. Es funktioniert wirklich, wenn man ein paar Dinge beherzigt. Zwei Gründe sind für eine Kultur in unseren Breiten ausschlaggebend: Feigen verlieren im Winter ihre Blätter und haben ein tiefes Wurzelwerk.

Unsere drei Favoriten bei den „winterharten“ Sorten

Durch den Laubverlust im Winter entfällt die Gefahr der gefürchteten Frosttrocknis. Immergrüne Pflanzen verbrauchen aufgrund sonniger Wintertage Wasser für die Photosynthese, bekommen jedoch keinen Nachschub aufgrund des gefrorenen Bodens. Ohne Laub meist keine Photosynthese, also wiederum kein so schnelles Austrocknen. Die Verwurzelung in den gewachsenen Boden ist jedoch auch hier goldes Wert. Pflanzen Sie Ihr Exemplar daher auch wenn möglich bis Ende Juli aus, damit noch ein gutes Wurzelwerk für den ersten Winter geschlagen werden kann. Auch im Sommer ersparen Sie sich so großen Gieß- und Pflegeaufwand. Im Topf gehalten ist eine Feige auch bei milden Wintern stets gefährdet!

Die richtige Sortenwahl ist dann auch für ein sicheres Ausreifen der Früchte wichtig. Ich kann mich noch gut erinnern, dass wir in unserer Schönbrunner-Schule einen Feigenbaum ausgepflanzt hatten, der problemlos den Wintern trotzte, eine reife Frucht erhielten wir jedoch in keinem der fünf dort verbrachten Jahre.  Als ich 2017 wieder mal dort war, stand dieser übrigens noch immer! Unseren Feigenbaum, der hier bebildert ist, habe ich im Frühjahr 2015 gepflanzt – zu unserem 10-Jahres-Jubiläum. Im ersten Jahr hatten wir natürlich noch keine Früchte zu ernten. Aber bereits im zweiten Jahr konnten wir uns vor lauter Feigen schon fast nicht mehr retten. Im September 2018 konnten wir sogar die Früchte bequem aus dem ersten Stock ernten. Voraussetzung dafür ist aber sicher ein toller Standort – am besten südseitig an einer Hauswand. Auch ein Innenhof kann hier bestens geeignet sein!

HÄBERLI „NORDLAND BERGFEIGE“

Kompakter Wuchs, Reifezeiten im August und Oktober, viele rot-violette, süße Früchte. Bestens für kleinere Gärten und Topfkultur (bei frostfreier Überwinterung) geeignet.

HÄBERLI „CONTESSINA“

Von Fachleuten wurde diese Sorte als eine der besten Sorten weltweit beurteilt. Sehr große, dunkelviolette Früchte mit sehr süßem Aroma. Diese sind reif, wenn sie weich sind und die Haut von feinen Rissen durchzogen ist. Kräftiger Wuchs. Frische, vollreif-süße Feigen direkt ab der Pflanze sind der Hochgenuss! Diese Sorte ist auch oben und unten bebildert!

HÄBERLI „VIOLETTA“

Ertragreich, wüchsig, problemlos, attraktives Erscheinungsbild, gesund als Pflanze, gesund zum Essen und äußerst schmackhaft. Das sind einige Attribute der Bayernfeige ‚Violetta‘, welche in unseren Breiten bei den „winterharten“ Sorten wohl die bekannteste ist!

Die Feige gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt

Als Herkunft nimmt man heute Vorderasien an, von wo aus sie viele Jahrhunderte vor Christus in die Mittelmeerländer gekommen sein soll. Heute ist sie im Mittelmeerraum weit verbreitet und hat als Kulturpflanze nach wie vor große Bedeutung. Das zunehmende Bewusstsein einer gesunden Ernährung macht auch in unseren Breiten die Feige als Frucht immer populärer.

So stecken z. B. in 100g Bayernfeige ‚Violetta‘® 282mg Kalium. Damit hält sie dem Vergleich mit Aprikosen und Hagebutten locker stand. Auch mit der Erdbeere und der Stachelbeere kann sie sich messen in punkto Calcium (pro 100g Frischsubstanz sind 23mg Calcium enthalten). Leute, die Kilos zum Schmelzen bringen wollen bedienen sich immer öfter der Feige als Schlankfrucht. Sie ist allgemein gut für die Verdauung. Manche Leute schreiben dieser Frucht noch andere Dinge zu. So soll sie die Sinnlichkeit fördern.

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