Vorbereitungen für den Gemüsegarten

„Zurück ins Grüne“ bedeutet vielleicht auch wieder ein klein mehr Richtung Selbstversorgung. In punkto Nachhaltigkeit und Klimabilanz sicher das Beste. Und wenn spätestens die Tage sichtbar länger geworden sind, beginnt sowieso das Kribbeln, endlich wieder im Gemüsegarten aktiv zu werden. Noch besser natürlich, wenn man schon ab Mitte Februar im unbeheizten Glashaus starten kann.

„Geduld ist sicher eine der Eigenschaften, an die man den passionierten Hobbygärtner alle Jahre wieder erinnern muss“.

Sobald die ersten Krokusse auf den Wiesen leuchten, wird der Gärtner unruhig. Es riecht nach Frühling. Aber jetzt muss noch gewartet werden, bis die Erde auf den Beeten aufgetaut und die Nässe abgetrocknet ist. Solange Humus an den Gartenschuhen kleben bleibt, brauchen die Beete noch ein paar Sonnentage.

Als erste Gartenarbeit im Frühjahr ist auf den Beeten des Gemüsegartens eine mindestens 2-3 cm dicke Schicht Kompost zu verteilen. Auch unter den Beerensträuchern, auf den Baumscheiben im Obstgarten, im Rosenbeet und zwischen den Stauden sollte der Boden mit dem hausgemachten, lebendigen „Superhumus“ angereichert werden. Überall dort, wo noch nicht kurz danach gesät oder gepflanzt wird, darf auch grober Kompost verwendet werden, der in den folgenden Wochen noch weiter verrottet. Dieser halbreife Humus ist besonders reich an Nährstoffen. Er wimmelt von Mikroorganismen, die noch emsig „bei der Arbeit“ sind. Diese Fülle des Lebens überträgt sich auf die Gemüsebeete und regt damit das Bodenleben an Ort und Stelle kräftig an.

Überall dort, wo Starkzehrer auf den Beeten wachsen sollen, ist über die Kompostschicht anschließend der organische Vorratsdünger „Oscorna-Animalin Gartendünger“ auszustreuen. Er setzt sich im Laufe der kommenden Monate mit Hilfe der Bodentiere langsam um. So bildet er eine stetig fließende Nahrungsquelle, aus der die Bodentiere und die Wurzeln der Pflanzen sich ihr tägliches „Menü“ ganz nach Bedarf zusammenstellen können.

Oscorna-Animalin Gartendünger fördert auch die Dauerhumusbildung. Dieser organische Naturdünger, der u. a. Hornmehl und Algenkalk enthält, kann überall im Garten verwendet werden.

Alle tierischen und pflanzlichen Substanzen – am besten kompostiert – fördern das Bodenleben und damit die Erzeugung von neuem Humus. Die Bodentiere verwandeln solches Material in nährstoffreiche Erde. Regenwurmkot ist zum Beispiel 5 bis 7 mal reicher an löslichem Stickstoff, 4 mal reicher an löslichem Phosphat, 11 mal reicher an löslichem Kali, sehr viel reicher an Magnesium und Spurenelementen als die oberen 15-20 cm der normalen Gartenerde. Biologische Bodenbehandlung schafft die Lebensvoraussetzung für diese wichtigen Bodentiere.

Umgraben, ja oder nein?

Der Boden in einem Gemüsegarten bedarf also einer intensiven Pflege, sollen die Pflanzen darauf gedeihen und reichlich Früchte tragen. Zu dieser Bodenpflege gehören auch Arbeiten wie das Umgraben, ergo die tiefgründige Lockerung, aber auch die Feinbodenbearbeitung direkt vor der Pflanzung. Das Umgraben hat viele Vorteile, ist jedoch nicht in jedem Garten und auch nicht in jedem Fall sinnvoll.

Bei einem Sandboden ist dies nicht nötig, weil die Bodenteilchen gar nicht zu groben Schollen verkleben; leichte und mittlere Böden sind eher trocken und warm. Sie lassen sich optimal durch eine winterliche Mulchdecke pflegen, die den Boden warm hält, dabei aber die Verdunstung des Wassers vermindert und für eine bessere Bodenfeuchte sorgt. Im Gegensatz dazu leidet ein schwerer Tonboden unter Vernässung und „kalten Füßen“. Durch das Umgraben wird zunächst die Belüftung gefördert, an der vergrößerten Oberfläche kann das Wasser verdunsten, und im Frühjahr erwärmt sich der offene Boden rascher an der Sonne.

Viele Praktiker geben deshalb den salomonischen Rat, sich aus Rücksicht auf das Bodenleben auf leichten und mittleren Böden das Umgraben zu ersparen. Auf schweren, vernässten Böden hingegen lohnt es sich, den Arbeitsaufwand und die vorübergehende Beeinträchtigung des Bodenlebens in Kauf zu nehmen. Denn mittelfristig kommen diese Maßnahmen dem Boden zugute, weil sich eine bessere, gare Struktur entwickelt.

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