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| FRÜHLINGSERWACHEN | |
Die kürzesten Tage sind vorbei und der Mensch sehnt sich wieder ans Grüne. Langsam kommt der Kreislauf des Lebens wieder in Schwung. Der Frühling ist ja auch Symbol des Gedeihens und ist ein schönes Symbol für den Start unseres Vorhabens. In unseren Gewächshäusern beginnt die Blüte der Grand Dame aller Frühlinsblumen. „Tsubaki“ - Der heilige Duft, der den Frühling bringt. Ab und zu wirft man als Gärtner gerne einen Blick über die Grenzen. Denn nicht nur botanische Namen sagen viel über Pflanzen aus – in diesem Fall muss dem japanischen die größere Bedeutung zugeschrieben werden. Denn um wie vieles besser beschreibt dieser Name die Pflanze – „Der heilige Duft, der den Frühling bringt.“ Wir sprechen von der allseits bekannten und beliebten Kamelie. Ihren botanischen und daraus resultierenden deutschen Namen erhielten die Kamelien übrigens durch den Botaniker Carl von Linne zu Ehren des mährischen Jesuitenpaters G. J. Camel (1661-1706), der sich Camellus nannte. Die Vorliebe der Europäer für Tee und der Geschäftssinn der Chinesen haben dazu geführt, dass sich bei uns eine ansteckende Krankheit breit gemacht hat: Das Kamelienfieber. Die Chinesen hatten einst ahnungslosen Europäern statt der begehrten Teepflanzen wertlose Kamelien angedreht. Das war deshalb so leicht, weil sich ihre Blätter zum Verwechseln ähnlich sehen. Schließlich gehören beide der Gattung Camellia an. Zur Tee-Erzeugung sind Kamelien zwar völlig ungeeignet, um so mehr aber verzaubern ihre Blüten im zeitigen Frühling jeden Blumenfreund - ganz im Gegensatz zu den unscheinbaren Teeblüten. Das 19. Jahrhundert erlebte einen ersten Kamelienboom. Damals war die Kamelie eine reine Gewächshauspflanze, Renommierobjekt an allen Adelshöfen bis hin nach St. Petersburg und wichtiges Requisit jeder Ballsaison („Kameliendame“). Mit dem Niedergang des Adels und dem Verfall der Gewächshäuser ging auch der Niedergang der Kamelien einher. Erst ab den 1940er Jahren kam es zu einem Anstieg des Interesses an Kamelien, vor allem in den klimatisch begünstigten Gegenden, in denen die Kultur der Kamelien im Freiland möglich ist: in Südengland, vor allem in Cornwall, in den USA (Kalifornien), Australien und Neuseeland. Unterstützt wurde die Entwicklung durch das Bekanntwerden weiterer Kamelienarten. Sicher hat auch der gewerbliche Sortenschutz (seit den 1930er Jahren in USA) zu der gewaltigen Sorten-Explosion beigetragen. Die Züchter strebten vor allem nach immer größeren und ausgefalleneren Blütenformen und -farben. Heute soll es über 30.000 Sorten geben, von denen sich allerdings viele so stark ähneln, dass selbst Fachleute ihre Schwierigkeiten haben, sie zu unterscheiden. Und ständig kommen weitere Sorten hinzu. Heute streben die Züchter vor allem nach Sorten mit größerer Winterhärte, nach duftenden Sorten und nach einer Ausweitung des Farbspektrums (orange und blau gibt es bisher bei Kamelien nicht, wird es vielleicht auch nie geben). In Deutschland sind Kamelien immer noch etwas Besonderes. Mangelnde Verfügbarkeit an Pflanzen und Informationen haben zu weitverbreiteten Irrmeinungen geführt. Immer noch werden Kamelien als Zimmerpflanzen bezeichnet (was sie ganz bestimmt nicht sind), und dass Kamelien an günstigen Standorten auch bei uns im Freiland kultiviert werden können, stößt immer noch auf ungläubiges Staunen. Dabei erweisen sich die Sorten der exotisch aussehenden Kamelien als erstaunlich robust. Durch die Eleganz ihrer Erscheinung, der Beständigkeit ihrer herrlichen Blätter, die Fülle und die brillante Farbigkeit ihrer Blüte, hat die Kamelie die Gunst aller Liebhaber schöner Pflanzen erlangt. Sie herrscht heute beinah wie ein Despot in jeder Sammlung, in denen sie das entscheidende Schmuckstück ist. Sie hat die meist mit Gartenvergnügungen überfütterten Blumenliebhaber wiederbelebt; die Damen versuchen sie ihrem Schmuck hinzufügen. Kein Bouquet und kein Blumengemälde ohne Kamelie. Die Kamelie ist mit einem Wort für alles und überall unentbehrlich. Familie: Theaceae, Teegewächse - Herkunft: Ostasien (Japan, Korea, Taiwan) |
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Eine Liebesgeschichte Die Heldin Marguerite, „La Dame aux Camélias“, beschimpft einen unwissenden Freier, weil dieser sie dadurch verärgert, dass er ihr einen stark riechenden Blumenstrauß überreicht. Da sie allergisch auf den starken Blumenduft reagiert, hält sie immer einen Strauß von ganz leicht duftenden Kamelien in der Hand, um den Hustenreiz zu verhindern. Die von Alcott etwa zur gleichen Zeit erschienenen „Blumenfabeln“ gehen ebenfalls von der Annahme aus, Kamelien hätten keinen Duft. Seine Protagonistin Imperia ist eine venezianische Schönheit, die den Grafen Stennio heiratet. Doch bedeutet die Ehe nichts als Langeweile für die hübsche Frau, die ein Herz aus Stein hat. Der Graf sagt zu ihr: „Du bist wie die blühende Kamelie, die die Jesuiten aus dem Orient mitgebracht haben. Schön, aber ohne den Duft der Liebe.“ Imperia lächelt ihn kalt an und geht alleine zum Ball. Als der Graf aus Verzweiflung seiner eigenen Wege geht, wird Imperia schließlich ihr großer Verlust bewusst und sie klagt: „Eine Frau kann nicht ohne Liebe leben, aber eine Blume kann ohne Duft blühen.“ Diese Geschichte basiert auf der Annahme, Kamelien hätten keinen Duft. Sie wäre wahrscheinlich nicht so geschrieben worden, wenn die Autoren die duftenden Kamelien gekannt hätten. Die Kamelie gilt als Sinnbild der Liebe, Schönheit und Erotik: die Kamelie, der ganze Stolz einer jeden Gärtnerei. So auch unserer. Im Frühling widmen wir dieser Pflanzengruppe einen besonderen Platz! Neben der Kamelie stehen natürlich alle vielfältigen Saisonblumen für Sie in unserer Gärtnerei bereit. Mit dem Vorteil der Produktion vor Ort. Qualitätspflanzen im oberösterreichischen Gärtnertopf mehrmals abgehärtet speziell für Ihre Bedürfnisse produziert. Die Pflanzen, die unsere Gärtnerei bis Mitte April mit Leben ausfüllen sind Pflanzen wie Primeln, Stiefmütterchen, Hornveilchen, Bellis, Islandmohn, Hyazinthen, Tulpen, Narzissen, Vergissmeinnicht, Goldlack, Muscari, Buschwindröschen. Alles in den intensiven Farben, wie Sie der Frühling zu bieten hat.
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Die Kultur unserer Frühlingspflanzen startet bereits im August des Vorjahres! Gute Abhärtung durch kühle Kulturführung ist das wichtigste Kriterium. Das dauert zwar etwas länger - macht sich jedoch durch die beste heimische Qualität bezahlt!
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