Indisches Blumenrohr, ein Hauptdarsteller in Ihrem Garten

Die Canna ist aufgrund ihrer majestätischen Erscheinung, ihrer prächtigen Blüte und ihres schönen Laubs sowohl als Kübel- als auch als Beetpflanze sehr beliebt. Einmal im Besitz hat man viele Jahre etwas von dieser unkomplizierten hitzefesten Pflanze, auch wenn sie nicht winterhart ist. Denn die Überwinterung erfordert kaum Ansprüche. Das Indische Blumenrohr, richtiger wäre „Indianisches Blumenrohr“ – denn die Pflanze stammt aus Süd- und Zentralamerika und nicht aus Indien – ist bei uns schon sehr bekannt. Es gibt aber eine zahlreiche Sortenvielfalt, die mancher wohl nicht erahnt hätte. Dazu zählen neben unterschiedlichen Blütenfarben vor allem eine große Vielfalt an Blattzeichnungen und -schattierungen, die bereits ohne Blüte ihre Wirkung entfalten.

Aus dem Rhizom schieben sich im mittleren bis späten Frühjahr in Röhrenform die aufgewickelten Blätter nach oben. Sie werden manchmal bis zu einem Meter lang und haben eine schöne deutliche Blattspreite. Auch farblich machen die Blätter etwas her. Es werden Canna mit grünen, rötlichen oder purpurfarbenen Blättern angeboten. Die Canna ist eine pflegeleichte Pflanze, bei der man nicht sehr viel falsch machen kann. Schon nach dem zweiten erfolgreichen Canna-Jahr sollte das Cannapflanzen zu den regelmäßigen, vergnüglichen Gartenarbeiten gehören. Heute gehören Canna zu den dankbarsten Beetpflanzen für Gärten und Parks, wo sie von Ende Juni bis zu den ersten Frösten im Herbst oft ununterbrochen blühen.

 Starke Solitärwirkung

Der Canna kommt im Beet sicher die Aufgabe einer Leitpflanze zu. Die bis zu 2m hochwachsenden Cannas lieben einen vollsonnigen, wenn möglich windgeschützten Standort. Dort können Sie ab Mitte Mai gepflanzt werden. Beachten Sie aber, dass Sie beim Einpflanzen einen ausreichenden Abstand zu anderen Pflanzen einhalten müssen, denn eine Canna breitet sich basal ganz schön aus. Sie können Cannas aber auch in entsprechend große Kübel einpflanzen. Ein Vorteil der Kübelhaltung liegt zudem darin, dass Sie Ihre Cannas im Winter lediglich unterstellen müssen, sprich ein Ausgraben entfällt. Die Stadtgärtnerei Linz verteilt Cannas ja auch gerne in ganz Linz und trägt so zu einer Verschönerung der vielen Stadtviertel bei. Sicher ein Grund, dass sie auch hierzulande so bekannt ist. Sobald die prinzipiell pflegeleichten Cannas im späten Frühjahr in den Gartenbeeten erblühen, entfachen sie dort zugleich auch ein wahres Feuerwerk. Und wenn Sie die verwelkten Blütenblätter immer wieder sofort abzupfen, bilden sich schnell wieder neue Blüten am Stock und das bis in den Herbst hinein. Beachten Sie, dass Cannas Starkzehrer sind und helfen Sie daher immer mit OÖ Gärtnerdünger nach!

 

Einfache Überwinterung

Die Canna ist wie beschrieben eine Pflanze, die aus knolligen Rhizomen wächst. Diese Rhizome -die eine gewisse Ähnlichkeit zu Ingwer-Knollen haben- sind sehr hilfreich, wenn es um die Überwinterung geht. Die Canna blüht und gedeiht bis in den Frühherbst hinein. Wenn die Tage kürzer und die Nächte kühler werden, welken die Blätter und Blüten.

Vor dem ersten Frost werden ihre Blätter und Blütenstände aber auf jeden Fall hereingeholt und das Rhizom aus der Erde genommen und am einfachsten in einer Kiste zum Einziehen gelagert. Sobald alle Blätter braun sind, können diese handhoch abgeschnitten werden. Ein Teil der anhaftenden Erde darf ruhig an den Rhizomen verweilen und schützt vor kompletter Austrocknung. Als Aufbewahrungsort eignet sich die Garage oder auch ein Kellerraum, hauptsache frostfrei, optimal bei 8-10°C. Das Rhizom kann im Topf verbleiben und im Folgejahr auch nach Belieben geteilt bzw. verschenkt werden. Damit die Pflanze im folgenden Sommer früh genug blüht, ist es ratsam, die Pflanzen bereits ab März aus dem Winterschlaf zu holen, damit diese im warmen bereits vortreiben können.

  

 Schönheit mit Mehrwert

Wer eine große Menge an Rhizomen hat und sie nicht alle einpflanzen will, muss sie dennoch nicht kompostieren. Die Rhizome sind nicht giftig, sondern können gegessen werden. Sie enthalten einen hohen Gehalt an Stärke und schmecken süßlich und etwas mehlig. Durch die vielen festen Faserstoffe müssen diese jedoch mehrere Stunden lang gekocht werden. In Asien dienen diese zur Herstellung der beliebten Glasnudeln!

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